EnBW baut in Stade kein Kohle-Kraftwerk mit Dow
(dpa-AFX) Der Energiekonzern EnBW baut in Stade kein gemeinsames Kohlekraftwerk mit dem Chemieunternehmen Dow. Wie die beiden Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe mitteilten, wird die fast eineinhalbjährige Zusammenarbeit zur Entwicklung einer "integrierten Energieversorgung" nicht fortgeführt. In Stade war ein kombiniertes Steinkohle-/Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk geplant. Von der gemeinsamen Umsetzung nehmen "beide Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen Abstand", hieß es in der Mitteilung. Eine anderweitige Zusammenarbeit wurde jedoch nicht ausgeschlossen.
Nach Informationen von "Tageblatt"-Online scheiterte das Projekt an den Süddeutschen: Wirtschaftliche Gründe seien wohl der entscheidende Beweggrund gewesen. Die Dow arbeite an den Plänen für ein kombiniertes Gas-Kohlekraftwerk mit Volldampf weiter, so das "Tageblatt".
Dow Stade stellt chemische Produkte her, für deren Erzeugung Strom und Dampf von entscheidender Bedeutung sind. Im Werk und den benachbarten Zulieferbetrieben sind etwa 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe ist mit rund sechs Millionen Kunden, einem Jahresumsatz von über 16 Milliarden Euro und über 20.000 Beschäftigten das drittgrößte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland.
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