Wissenschaftler: Süden der USA braucht schnelle Schadstoffanalysen
(dpa) - Im Überflutungsgebiet im Süden der USA sind nach Auffassung des Osnabrücker Wissenschaftlers Michael Matthies umgehende Untersuchungen zur Schadstoffbelastung im Boden nötig. Nach dem Abfließen des Wassers blieben umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe im Boden, aber auch in Häusern und auf Plätzen zurück, teilte der Professor für Umweltsystemforschung am Montag mit. Der verseuchte Schlamm könne den Boden so verschmutzen, dass auch langfristig Risiken für Mensch und Umwelt nicht auszuschließen sind. Diese seien dann nur mit erheblichem Kostenaufwand zu beseitigen.
Matthies ist seit Mai 2005 an einem Forschungsprojekt beteiligt, das sich mit der Umweltbelastung nach Extremhochwasser befasst. Beispielgebend an der Region um den Chemie-Standort Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) sollen sinnvolle Vorbeugemaßnahmen erarbeitet werden, wie sich Regionen vor den Folgen von Überschwemmungen wirksam schützen können. Das Forschungsprojekt wird vom Bund mit 550 000 Euro gefördert. Es soll Erkenntnisse etwa über die Verlagerung von Öltanks oder die Fließrichtung von Rückständen liefern.
«Da sind vermutlich unzählige Liter Benzin aus Autos und Heizöl aus Tanks in das Wasser geflossen», sagte Matthies mit Blick auf die Region um New Orleans. Hinzu kämen Schadstoffe aus überschwemmten Müllkippen, Lagerhäusern und Chemieunternehmen. «Es müsste eigentlich sofort damit begonnen werden, die Schadstoffe zu identifizieren, um geeignete Säuberungsmaßnahmen einzuleiten», betonte der Wissenschaftler. Die größte Gefahr bestehe für die Menschen, wenn sie verschmutztes Wasser oder verschmutzte Nahrungsmittel zu sich nehmen.
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