Fusionspartner Linde und Praxair planen weitere Verkäufe
(dpa-AFX) Die Gasehersteller Linde und Praxair wollen Kreisen zufolge ihre geplante Fusion mit weiteren Zugeständnissen retten. Die beiden Unternehmen seien bereit, mehr Vermögenswerte zu verkaufen als erwartet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dabei handele es sich um ein Geschäft in Italien und einen kleinen Bereich in Asien. Bei beiden Unternehmen sei zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen gewesen. Anleger reagierten mit Gelassenheit, größere Kursbewegungen gab es nicht.
Zuletzt hatte es in Kreisen geheißen, Linde und Praxair sorgten sich um die Zustimmung der EU-Kartellbehörden bei ihren Fusionsplänen. Die beiden Konzerne fürchteten, ihnen würden höhere Auflagen für einen Zusammenschluss gemacht als sie zu erfüllen bereit wären, hatten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Bloomberg Ende März gesagt. Anfang Februar hatte Linde bereits eingestanden, dass die Hürden höher liegen als zunächst gedacht.
Beide Unternehmen hoffen darauf, sich wie geplant bis Ende des Jahres zusammenschließen zu können. Da die Aktionäre bereits zugestimmt haben, kann die Fusion nur noch an zu hohen Auflagen oder einem Veto der Kartellbehörden scheitern. Die EU-Kommission verlangt Zugeständnisse von den Fusionspartnern, um deren Marktmacht nicht zu groß werden zu lassen. Die Prüffrist läuft derzeit bis in den August. Die Konzerne sind Kreisen zufolge bereit, milliardenschwere Unternehmensteile zu veräußern.
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