Praxishilfen zur Anwendung der TRGS 300 veröffentlicht
Unfälle in Chemieanlagen oder Lagern haben oft sehr schwere Auswirkungen für Betriebe. Neben Leid und Verletzungen von Beschäftigten können sie große materielle und immaterielle Schäden durch die Freisetzung von gefährlichen Stoffen, Brand oder Explosion verursachen. Imageverluste von Unternehmen können dabei den tatsächlich entstandenen materiellen Schaden weit übertreffen. Für die Beschäftigten ist ein sicherer Umgang mit Gefahrstoffen nur dann möglich, wenn alle Einflussgrößen, die zu einer Gefährdung führen können, ermittelt worden sind und angemessene Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Eine Methode zur systematischen Sicherheitsbetrachtung für Anlagen, Verfahren und Arbeitsverfahren mit technischen Arbeitsmitteln beschreibt die Technische Regel für Gefahrstoffe "Sicherheitstechnik" (TRGS 300). Zwar zielt die TRGS 300 auf den Arbeitsschutz im Rahmen der Gefahrstoffverordnung ab, gleichzeitig können jedoch die für die Sicherheit zu treffenden Maßnahmen auch den Belangen! des Umweltschutzes und des Schutzes der Nachbarschaft dienen.
Drei neue Broschüren aus der Reihe Technik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erläutern jetzt praxisorientiert die Inhalte und Ziele der TRGS 300 und zeigen beispielhaft ihre Anwendung auf. Technik 29 befasst sich mit grundsätzlichen Erläuterungen. Die Broschüre Technik 30 widmet sich der TÜV Rheinland-Methode. Sie eignet sich gut zur Bewertung von Anlagen mit rein physikalischen Umwandlungen sowie für Lagereinrichtungen. Dabei baut sie auf ein Verfahren auf, das zur Gefahrenpotenzialermittlung für den Umweltschutz entwickelt wurde. Die Hoechst-Gefahrenanalyse wird in der Broschüre Technik 31 vorgestellt. Sie bietet den Vorteil, dass sie eine ganzheitliche Betrachtung der Anlagensicherheit über den Anwendungsbereich der TRGS 300 hinaus ermöglicht. Es werden daher auch Umweltschutzaspekte berücksichtigt. Besonders eignet sich die Hoechst-Gefahrenanalyse für Anlagen und Verfahren, in denen chemische Reaktionen stattfinden. Die Methode basiert auf ein! er Folge von Checklisten mit besonderer Vertiefung auf dem Gebiet der Reaktionstechnik.
Beide Methoden erwiesen sich im Rahmen eines Forschungsprojektes der BAuA als besonders anwenderfreundlich. Die Broschüren wenden sich an die Betreiber von Anlagen, Ingenieurbüros, Sachverständige, Gutachter, Berater und Aufsichtsbehörden.
Die Broschüren "Praxishilfen zur Anwendung der TRGS 300", Technik 29 (Grundsätzliches), 30 (TÜV-Rheinland-Methode) und 31 (Hoechst-Gefahrenanalyse) können kostenlos bezogen werden bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
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