Unterbrechung der regelmäßigen Einnahme von Acetylsalicylsäure kann wiederholten Schlaganfall und Herzinfarkt fördern
Patienten, die nach einem Schlaganfall regelmäßig Acetylsalicylsäure einnehmen müssen, haben ein dreifach höheres Risiko, einen erneuten Schlaganfall zu erleiden, wenn die blutverdünnende Substanz vorübergehend abgesetzt wird. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Lausanne (Schweiz) mit insgesamt 618 Patienten, die jetzt bei der "American Stroke Association's Intenational Stroke Conference 2005" in New Orleans vorgestellt wurde.
Dr. Patrik Michel fand heraus, dass sich wiederholte Schlaganfälle typischerweise innerhalb der ersten acht bis zehn Tage ereignen, nachdem die Acetylsalicylsäure (ASS) - etwa zur Vorbereitung einer Operation - abgesetzt wurde. Aus den Untersuchungen leitet er die Empfehlung ab, bei kleineren Eingriffen die tägliche ASS-Einnahme nicht zu unterbrechen, auch wenn dadurch die Blutungsneigung geringfügig erhöht wird.
Die Studie ist die erste kontrollierte, retrospektive Untersuchung des Risikos eines wiederholten Schlaganfalls bei Patienten, die eine ärztlich verordnete tägliche ASS-Einnahme für eine Operation unterbrochen haben.
Ähnliche Ergebnisse veröffentlichte jetzt ein Forscher-Team des Pasteur-Hospitals in Nizza. Im "Journal of the American College of Cardiology" berichtet Dr. Emile Ferrari, das 51 aus einer Gruppe von 1.236 Patienten innerhalb eines Monats einen Reinfarkt erlitten, wenn die regelmäßige Einnahme von Acetylsalicylsäure vorübergehend unterbrochen wurde. Damit war die Reinfarkt-Rate mit 39 zu 18 Prozent mehr als doppelt so hoch, wie in der Gruppe der Patienten, deren ASS-Therapie fortgesetzt wurde.
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