EU-Regelungen können drohenden Anstieg fluorierter Treibhausgase dämpfen
Umweltbundesamt veröffentlicht aktuelle Emissionen und Prognosen
Fluorierte Gase zählen zu den Treibhausgasen und schädigen das Klima mit einem Treibhauspotenzial, das im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2) bis zu 24.000 mal größer ist. Zwischen 1995 und 2003 ist ihr Ausstoß in Deutschland gesunken: von 16 Mio. t auf 14 Mio. t CO2-Äquivalente. Allerdings ist eine weitere Reduktion ohne zusätzliche Maßnahmen kaum möglich. Passiert nichts, ist in den nächsten Jahren sogar mit einem Anstieg des Ausstoßes dieser klimaschädigenden Gase auf über 23 Mio. t CO2-Äquivalenten zu rechnen. Das geht aus einer Studie hervor, die - im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) - das Büro für Umweltforschung und Beratung (Öko-Recherche), Frankfurt/Main, vorlegte. Doch die Studie zeigt auch: Eine weitere Minderung der Emissionen ist realistisch möglich, falls die geplante EU-Verordnung und eine EU-Richtlinie für einige fluorierte Treibhausgase konsequent umgesetzt würden. Dann wäre es möglich den Emissionsanstieg zunächst zu begrenzen und bei Realisierung weiterer Maßnahmen sogar noch weiter zu reduzieren.
Als fluorierte Treibhausgase werden teilfluorierte und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (H-FKW, FKW) sowie Schwefelhexafluorid (SF6) bezeichnet. Sie haben ein hohes bis sehr hohes Treibhauspotenzial (GWP). Das GWP gibt die Klimaschädlichkeit eines Stoffes im Vergleich mit Kohlendioxid (CO2) an und ist bezogen auf die wichtigsten fluorierten Treibhausgase 1400 bis 24.000 mal größer als CO2.
Die Studie zeigt an vier verschiedenen Szenarien, dass der Emissionsanstieg bis zum Jahr 2020 auf 16 Mio. t CO2 begrenzt und im zweiten Schritt auf 11 Mio. t CO2-Äquivalente reduziert werden kann.
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