Wissenschaftler stellen spezielles Abwehrsystem der Haut vor
Dermatologen haben in München ein bislang wenig untersuchtes Abwehrsystem der menschlichen Haut vorgestellt. Es handelt sich dabei um so genannte Defensine, die vom Körper wie ein eigenes Medikament produziert werden, sagte Prof. Johannes Ring, Direktor der Poliklinik für Dermatologie an der Technischen Universität München, am Donnerstag in München. Inzwischen sei die Breitbandwirkung von Defensinen bekannt. Es gebe aber auch Untertypen, etwa die beta-Defensine-2 und -3, mit einer ähnlichen Wirkung wie spezifische Antibiotika.
Die Defensine als «universelles Abwehrsystem» reagieren laut Ring unabhängig vom körpereigenen Immunsystem in der Haut gegen Bakterien. Dies System sei schneller als das Immunsystem, weil es keine Abwehrkörper entwickeln müsse. Auf dem 10. Kongresses der Europäischen Akademie für Dermatologie werde mit Spannung ein Vortrag von Prof. Jens Schröder (Kiel) erwartet, der den Defensinen auf die Spur gekommen sei, sagte Ring.
Zu dem Kongress vom 10. bis 14. Oktober werden in München rund 6000 Teilnehmer aus 80 Ländern erwartet. Im Mittelpunkt der Vorträge stehen Hauterkrankungen und Umwelteinflüsse.
Ein neues Thema sei die «Sperma-Allergie» bei Frauen, sagte Ring. Diese sei in der Vergangenheit nicht ernst genug genommen worden. Es gebe aber offenbar einen Eiweißstoff im männlichen Samenplasma, auf den einige Frauen extrem allergisch reagieren und während des Koitus einen lebensbedrohlichen Schock erleiden können. Auch zu diesem Thema sollen neue Möglichkeiten der Behandlung von betroffenen Frauen auf dem Kongress vorgetragen werden.
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