'FTD': Verkauf von Altana Pharma trifft auf breites Interesse
(dpa-AFX) Im Verkaufsprozess um die Pharmasparte von Altana prüfen laut "Financial Times Deutschland" Finanzinvestoren, frühere Pharmamanager und ein strategischer Wettbewerber ein Gebot. Nach "FTD"-Informationen aus Banken- und Branchenkreisen erwägen zumindest vier Parteien, die Sparte ganz oder in Teilen zu erwerben: der Finanzinvestor EQT im Verbund mit den Brüdern Strüngmann und Ex-Merck-Chef Bernhard Scheuble; der Finanzinvestor KKR; der belgische Chemie- und Pharmakonzern Solvay sowie die dänische Nycomed, hinter der die Beteiligungsgesellschaften Nordic Capital, Blackstone und Credit Suisse Private Equity stehen.
Alle haben der Bericht zufolge inzwischen vertrauliche Unterlagen zu Altanas Pharmageschäft erhalten. Monatelang diente Schweickart das Arzneigeschäft, dessen Wert Analysten auf rund 5 Milliarden Euro taxieren, vergeblich traditionellen Wettbewerbern an. Von ihnen ist nur Solvay übrig geblieben; aber der belgische Konzern ist nur an Teilen der Sparte interessiert. So wolle er keine Therapiegebiete zukaufen, die er nicht schon selbst betreibe, heißt es.
EQT prüft laut "FTD" den Kauf der Pharmasparte zusammen mit der Santo-Beteiligungsholding von Andreas und Thomas Strüngmann, den früheren Besitzern und Gründern der Pharmafirma Hexal. Scheuble berate dabei EQT, ist in Kreisen zu hören, die mit der Transaktion vertraut sind. Darüber hinaus hat der Finanzinvestor KKR Informationsunterlagen erhalten ob allein oder im Verbund mit anderen, ist unklar. Alle Beteiligten lehnten einen Kommentar ab oder waren nicht erreichbar.
Um Schlüsselleute der Pharmasparte zu binden, hat Altana ein "Retention-Programm" aufgelegt. "20 bis 25 Führungskräfte erhalten etwa 80.000 Euro extra, wenn sie im Januar noch an Bord sind", berichtet ein Headhunter.
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