Flockenbehandlung im Klärprozess: Schlüssel zur Effizienzsteigerung in der Entwässerung
Das Klärschlammaufkommen aus den ca. 10.000 kommunalen und gewerblichen Kläranlagen in Deutschland beträgt ca.2,5-3 Mioto pro Jahr. Für die beeindruckende Menge, die jährlich zu entsorgen ist, verliert nach dem Ende der Deponierung nun auch die Freiflächenaufbringung an Grundlage. Es bleibt also mittelfristig nur noch die (kostentreibende) Verbrennung in Anlagen. Die aquen aqua-engineering GmbH, eine Ausgründung der TU Clausthal, hat daher ein patentrechtlich geschütztes Verfahren zur Produktionsreife entwickelt, das dem Klärschlamm zusätzlich Wasser entzieht und damit die Klärschlammabgabemenge der Kläranlagen um mehr als 20% reduziert .
Voraussetzung für die hohe Trennleistung bei Schlämmen ist die Konzentration und das möglichst vollständige Zusammenfügen der abzutrennenden Inhaltsstoffe in mechanisch belastbare und somit gut ausfiltrierbare Flockenstrukturen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf das Einbinden von Feinstpartikeln mit in die Flockenstruktur gelegt, sie sollen mit gebunden werden und nicht im Wasser abgehen.
Konventionelle Konditionierungstechnik ist nicht in der Lage, dieser Anforderung zu genügen. Durch den Einsatz des Zwischengliedes ´FlocFormer´ können die bestimmenden Faktoren der Konditionierung gezielt gesteuert werden. Mit dem zweistufigen Flockungsverfahren besteht nun die Möglichkeit, die Teilprozesse Flockenentstehung und Flockenausprägung separat zu beeinflussen und für den nachfolgenden Trennschritt zu optimieren.
Abhängig vom Anwendungsfall ist laut Unternehmen eine Erhöhung der Separationsleistung bzw. Entwässerungsleistung zwischen 10 bis 30 % und eine Reduzierung der Polymermenge um bis zu 25 % erreichbar.
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