Annette Schavan: "Chemie ist ein starker Innovationsmotor"
Ministerin eröffnet in Frankfurt am Main die ACHEMA
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat das hohe Innovationspotenzial der Chemieindustrie gewürdigt. "Die Chemie ist ein starker Innovationsmotor, weil sie in andere Branchen hineinwirkt", sagte die Ministerin am Sonntag in Frankfurt am Main zur Eröffnung der ACHEMA, der weltweit größten Fachmesse für Chemie und chemische Technik. Von den Forschungsergebnissen der Chemie würden auch die Bauindustrie, der Automobilbau und die Pharmazie profitieren. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sind zehn Prozent der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Chemieindustrie auf die Lösung von Problemen anderer Branchen ausgerichtet.
Schavan würdigte auch die wirtschaftliche Bedeutung der Branche: "Europa ist nach wie vor der größte Chemiemarkt der Welt - und die deutsche Chemieindustrie zählt international zu den leistungsstärksten." Mit einem Jahresumsatz von mehr als 140 Milliarden Euro und rund einer halben Million Beschäftigten ist die Branche hier zu Lande ein entscheidender Innovationsmotor. Weltweit erzielte die Chemiebranche im Jahr 2004 einen Umsatz von mehr als 1,7 Billionen Euro. Deutschland liegt nach den USA und Japan an dritter Stelle.
Das BMBF hat in der Chemie spezielle Initiativen gestartet. So hat das Ministerium bereits 50 Millionen Euro in das Programm BioFuture investiert. Weitere 20 Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2010 zur Verfügung stehen. Profitieren sollen von dem Programm exzellente Nachwuchsforscher in der Biotechnologie. 51 Wissenschaftlerteams wurden bereits prämiert.
Das Konzept dieses Programms hat das BMBF auch auf die Nanotechnologie übertragen: Für den im April gestarteten Wettbewerb NanoFutur stehen rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Das Konzept: Junge Forscher bearbeiten fünf Jahre lang mit einer eigenen Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung Projekte in der Nanotechnologie. Die 17 Teilnehmer der ersten Förderrunde arbeiten bereits erfolgreich seit dem Jahr 2003. Vier von ihnen haben schon den Ruf auf eine Professur erhalten. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer will die Ergebnisse für die Gründung eines eigenen Unternehmens verwenden.
Zu einer modernen Chemie zählt auch die Mikroverfahrenstechnik. Der Vorteil dieses Fachgebietes: Mit winzigen Reaktoren, Mischern, Pumpen und Ventilen lassen sich chemische Reaktionen exakter und effizienter ausführen als in großen Anlagen. Das BMBF unterstützt gemeinsam mit dem Fonds der Chemischen Industrie und der Bundesstiftung Umwelt die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich. So fördert das Ministerium im Rahmenprogramm "Mikrosysteme" mit 1 Million Euro die Entwicklung von preisgünstigen Anlagen und Komponenten für Praktika an Hochschulen und in Praxiskursen.
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