Stellenabbau und umfangreiches Sparprogramm bei SGL Carbon
(dpa) Der Kohlefaserspezialist SGL Carbon will 500 Stellen abbauen, um Gewinneinbußen wegen der Corona-Pandemie sowie im Automobilgeschäft auszugleichen. Zudem soll es umfangreiche Einsparungen bei den Sachkosten geben, kündigte Vorstandschef Torsten Derr am Donnerstag in Wiesbaden an. Mit dem gesamten Sparprogramm will das Management Ergebnisverbesserungen von über 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 erzielen. Die Kosten für das Programm sollen sich auf etwa 40 Millionen Euro belaufen.
«Wie viele andere Unternehmen belastet die Corona-Pandemie auch uns erheblich», erklärte der Manager. «Hinzu kommen strukturelle Veränderungen in einigen unserer Märkte, etwa im Automobil und Luftfahrtbereich.» Dank der konsequenten Gegenmaßnahmen werde das Unternehmen aber operativ verhältnismäßig gut durch die Krise kommen.
In den ersten neun Monaten sank der Umsatz bei SGL Carbon den Angaben zufolge um rund 18 Prozent auf 683,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen sei um rund 38 Prozent auf 33,9 Millionen Euro zurückgegangen. Nach Steuern sei ein Konzernergebnis von minus 3,9 Millionen Euro verbucht worden. Zum Vorjahreszeitraum stand ein Minus von 74,5 Millionen Euro in den Büchern. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 3,5 Prozent auf 4948 Beschäftigte.
Für das Gesamtjahr erwartet der Kohlefaserspezialist einen Umsatzrückgang um 15 bis 20 Prozent und einen kleinen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen. An SGL Carbon sind die Autobauer BMW und VW sowie BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion beteiligt.
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