BASF erhält französischen Pierre-Potier-Preis für Forschung an metall-organischen Gerüstmaterialien (MOFs)
Neues lösungsmittelfreies Produktionsverfahren ermöglicht erstmals die Produktion im Industriemaßstab
Die BASF hat für ihre Forschungsarbeit an metall-organischen Gerüstmaterialien (Metal Organic Frameworks, MOFs) den französischen Pierre-Potier-Preis in der Kategorie Prozessinnovation verliehen bekommen. Der vor sieben Jahren initiierte Preis der beiden französischen Chemieverbände „Fédération Française pour les sciences de la Chimie (FFC)“ und „l’Union des Industries Chimiques (UIC)“ würdigt Innovationen im Bereich Chemie, die besonders nachhaltig sind.
Die Forscher der BASF haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Aluminium-MOFs erstmals im Industriemaßstab lösungsmittelfrei herstellen lassen. „Mit dem innovativen Produktionsverfahren können wir MOFs nun im Tonnenmaßstab herstellen und damit kommerziell nutzen“, betont Dr. Ulrich Müller, verantwortlich für MOFs im BASF-Forschungsbereich Process Research and Chemical Engineering. Da im Herstellungsprozess nur Wasser und keine organischen Lösungsmittel eingesetzt werden, ist das Verfahren besonders sicher und umweltfreundlich. „Zudem ist es wegen der hohen Materialausbeute auch sehr effizient“, so Müller.
MOFs eignen sich für zahlreiche Anwendungen. Die BASF setzt sie unter anderem dafür ein, Erdgas in gasbetriebenen Fahrzeugen effizienter zu speichern. MOFs bestehen aus einem dreidimensionalen metallorganischen Gerüst mit Poren im Nanometer-Bereich. „Durch die so vorhandene sehr große innere Oberfläche und hohe Porosität können vergleichsweise große Gasmengen im Erdgastank gespeichert werden. Dadurch könnten in Zukunft Erdgasautos mit einer Tankfüllung doppelt so weit fahren wie bisher“, sagt Müller.
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