Millionen-Förderung für Erforschung synthetischer Moleküle
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung der Forschergruppe (FOR 1145) zur „Strukturbildung von synthetischen polyphilen Molekülen mit Lipidmembranen“ für weitere drei Jahre mit rund 2,3 Millionen Euro bewilligt. Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. Jörg Kreßler vom Institut für Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Fünf Arbeitsgruppen stammen dabei aus dem Institut für Chemie und eine weitere aus dem Institut für Physik der Naturwissenschaftlichen Fakultät II der MLU. Außerdem gibt es eine Arbeitsgruppe am Zentrum für Innovationskompetenz HALOmem. Besonders erfreulich ist die neuerliche Einbindung von zwei Teams junger Wissenschaftler. Die Juniorprofessorin Dr. Kirsten Bacia ist Leiterin einer BMBF-Nachwuchsgruppe und Prof. Dr. Daniel Sebastiani, der ebenfalls an dem Projekt mitarbeitet, hat seit September 2012 die Professur für Theoretische Chemie an der Martin-Luther-Universität inne.
„Das Thema der Forschergruppe ist sehr aktuell. Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Förderperiode untersuchen die Wissenschaftler in sieben Teilprojekten das Verhalten von polyphilen Molekülen an Modellmembranen“, sagt Professor Jörg Kreßler. Es handelt sich dabei um synthetische Moleküle, die aufgrund ihrer besonderen, sogenannten polyphilen Eigenschaften zur Strukturbildung und Selbstassoziation mit Modellmembranen aus Lipiden (wasserunlöslichen Stoffen) befähigt sind. Drei Teilprojekte beschäftigen sich in hauptsächlich mit der Synthese dieser Moleküle und von Makromolekülen. Weitere drei Teilprojekte verfolgen die Wechselwirkungen polyphiler Moleküle mit Modellmembranen unter Einsatz physikalischer Messmethoden. Ein siebentes Projekt führt Simulationen und quantenchemische Berechnungen zum Aggregationsverhalten von polyphilen Molekülen an bzw. in Modellmembranen durch.
Phospholipidmembranen dienen dabei als Modelle für biologische Membranen, die z. B. Zellen gegen die Umgebung abgrenzen. Die polyphilen Moleküle können durch ihre Wechselwirkung mit den Membranen deren Eigenschaften entscheidend modifizieren, d. h. entweder stabilisieren oder destabilisieren. Es ist vorgesehen, polyphile Moleküle zu finden, die biologische Relevanz besitzen und die damit potenzielle Anwendungen in der Medizin, Pharmazie, Biologie und den Materialwissenschaften haben.
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