Erstmalige Vergabe des Erich-Hückel-Preises
Würdigung des Bochumer Wissenschaftlers Kutzelnigg
In der Verleihungsurkunde heißt es, dass Werner Kutzelnigg „den Erich-Hückel-Preis in Würdigung seiner grundlegenden und wegbereitenden Beiträge zum Verständnis der chemischen Bindung, zur Beschreibung von Elektronenkorrelationseffekten und magnetischen Eigenschaften sowie zur Formulierung einer relativistischen Quantenchemie“ erhält. Seine Arbeiten eröffneten also ein tieferes Verständnis der elektronischen Struktur von Molekülen und neue Möglichkeiten zur quantenchemischen Berechnung. Damit hat er die heutige Theoretische Chemie in Deutschland und weltweit entscheidend geprägt.
Promoviert wurde der 1933 in Wien geborene Kutzelnigg an der Universität Freiburg in physikalischer Experimentalchemie. Es folgten Postdoc-Aufenthalte in Paris und Uppsala. 1964 begann er sich in Göttingen zu habilitieren, 1970 erhielt er seine erste Professur in Karlsruhe und nahm dann 1973 den Ruf auf eine ordentliche Professur in Bochum an. Die GDCh zeichnete ihn bereits 1971 mit dem Carl-Duisberg-Gedächtnispreis und1996 mit der Liebig-Denkmünze aus. Sein Lehrbuch „Einführung in die Theoretische Chemie“ hat Generationen von deutschen Chemiestudenten Einsichten in chemische Elementarphänomene vermittelt.
Der Preis ist nach dem deutschen Chemiker und Physiker Erich Hückel (1896 -1980) benannt, der als Pionier der Quantenchemie gilt. Seinen Namen tragen das Hückelsche Molekülorbital-Verfahren (HMO Theorie), die Hückel-Regeln, die den aromatischen Zustand definieren, und die Debye-Hückel-Theorie aus der Elektrochemie.
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